Hintergrund

Energieeffizienz und die Entwicklung innovativer Ansätze zur Nutzung erneuerbarer Energien stehen ganz oben auf der wissenschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Agenda Europas. Energieeffizienz bedeutet im Besonderen, dass Energieverluste, die in alten und sehr alten Gebäuden auftreten – die gegenwärtig die überwältigende Mehrheit der Objekte ausmachen –, verringert werden können, wodurch Energieverschwendung und Klimaschädigungen durch unnötige CO2-Emissionen reduziert werden.

Das Konzept der Energieeffizienz hat in der jüngeren Vergangenheit stark an Bedeutung und Verbreitung gewonnen. Die Begrenztheit der Vorräte an fossilen Brennstoffen lässt Strategien zur Energieeffizienz umso wichtiger werden. Und tatsächlich ist das Energiesparen die Hauptvoraussetzung für Energieeffizienz. Das Konzept Energieeffizienz ist weiterentwickelt und formell von der Weltgemeinschaft übernommen worden, vor allem da sie eines der Werkzeuge ist, mit denen ein Land seinen Selbstverpflichtungen im Rahmen des Kyoto-Protokolls (und diverser Direktiven, Resolutionen und anderer normativer Akte) nachkommen kann.

Eine der größten Herausforderungen an die nachhaltige Entwicklung in Deutschland, Polen und anderen Ländern der Europäischen Union ist die Klärung der Frage, wie Energieeffizienz so gefördert werden kann, dass es diesen Ländern möglich ist, ihre klimabezogenen Selbstverpflichtungen einzuhalten und gleichzeitig ihr wirtschaftliches Potenzial im Baubereich zu maximieren. Eine Methode, mit der diese Herausforderung angegangen werden kann, ist die Förderung der Energieeffizienz von Gebäuden auf der einen Seite, aber auf der anderen Seite auch die Entwicklung von innovativen Ansätzen im Bereich der Fassadentechnologie – beides trägt dazu bei, das Ziel der „Nullenergiehäuser" zu erreichen.

Gemäß den Vorgaben von Direktive 2006/32/EC hat die polnische Regierung den Nationalen Energieeffizienz-Aktionsplan (NEEAP) erarbeitet, der vorsieht, als endgültiges Ziel Energieeinsparungen von 9 % bis 2016 (4,5 Mtoe) zu erreichen und als Zwischenziel 2 % bis 2010. Die deutsche Regierung verfolgt aktiv das EU-Ziel einer Verringerung des Energieverbrauchs um 20 % bis zum Jahr 2020. In beiden Ländern wird stark auf Energieeffizienz in Gebäuden geachtet, indem man innovative Ansätze und Methoden anwendet, um architektonische und ingenieurwissenschaftliche Herangehensweisen mit den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung in Einklang zu bringen.

Die Zusammenarbeit, die bei diesem Projekt vorgesehen ist, wird dringend benötigt, da sie beiden Ländern ermöglicht, sich mit einem gemeinsamen Problem auseinanderzusetzen, und ihnen dabei hilft, ihre Selbstverpflichtungen gegenüber der EU einzuhalten, die eine 20-prozentige Verringerung des Energieverbrauchs bis zum Jahr 2020 vorsehen.

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